Vincent braucht Hilfe

Als bei Vincent die rätselhafte Krankheit, die bis heute keinen Namen hat, ausbrach, wurde aus einem normalen Kind ein Pflegefall. "Er verlernte alles was er vorher beherrschte: essen, trinken, seine ersten 3 Worte, die ersten Schritte mit festhalten, sitzen, krabbeln, Kopfkontrolle - einfach alles", sagt seine Mutter Beate Brenner. Sie rannte von Arzt zu Arzt, die allesamt ratlos waren und aufgrund vieler Fehldiagnosen fast seinen Tod zu verantworten gehabt hätten. Zudem wurden die Eltern von Ärzten geschockt, die dem kleinen Vincent nur eine Lebenserwartung von maximal drei Jahren zugestanden. Die Ärzte gaben den Kampf um Vincent auf.

Seine Eltern jedoch suchten nach Therapiemöglichkeiten und hörten von Delphintherapien, bei denen behinderte Kinder durch die Schwingungen der Delphine im Wasser große Fortschritte machten. "Es ist nicht so wie manch einer denkt, dass dasVincent mit Delfin  Kind mit dem Delphin ins Wasser geht, eine Stunde schwimmt und dann geheilt ist", sagt Dagmar Gräßle, Mutter eines schwer behinderten Kindes, dass in der 24. Schwangerschaftswoche zur Welt kam und durch eine Delphintherapie große Erfolge bei ihrem Kind verzeichnen konnte. "Die Therapie verbessert den Zustand und ebnet neue Wege.

Es bedeutet einen Anfang und ist für die Kinder sehr anstrengend, kein munteres Geplansche." Die Kinder arbeiten zunächst mit ihrem Therapeuten und den Delphinen auf einem schwimmenden Dock. Später kommt es dann zum direkten Kontakt zwischen Kind und Delphin im Wasser. Bei dieser Begegnung erkennt der Delphin die Besonderheit der kleinen Patienten und nähert sich ihnen auf zärtlich-spielerische Weise. So verlieren die Kinder schnell die Angst vor den Meeressäugern. Sie entwickeln neues Selbstvertrauen und können die Impulse der Außenwelt besser aufnehmen. Um möglichst große Behandlungserfolge zu erzielen, sollte die Delphin-Therapie mindestens zwei Wochen dauern.

Vincent im Buggy

Vor einem Jahr machte der heute fünfjährige Vincent seine erste zweiwöchige Delphintherapie auf der Insel Curacao, wo ein Therapie-Delphin namens Matteo speziell ausgebildet ist. Seither hat Vincent große Fortschritte gemacht. "Er kann heute wieder sitzen, krabbeln, sprechen, singt Lieder, geht mit seinem Rollator, puzzelt an die 300 Teile, kennt die Farben", berichte die Mutter. "Er kann vieles, was man nicht für möglich hält, an seinem Wunsch allein stehen und gehen zu können, muss er aber noch hart arbeiten, manchmal geht er schön 3-6 Schritte allein und wagt es sogar loszulassen."

Vncent
Der Flug und der Aufenthalt auf der Sonneninsel kostet die Familie 12.000 Euro, die von der Krankenkasse nicht getragen werden. So ist die Familie aus Tremsbüttel auf Spenden angewiesen. Dabei ist der Therapieaufenthalt in der Karibik keinesfalls mit einem Urlaub zu vergleichen, sondern tägliche harte Arbeit, um dem Kind einen Weg zurück ins Leben zu geben. Noch fehlen der Familie 2000 Euro, um im Sommer den Termin bei der Delphintherapie wahrnehmen zu können. "Viele Sponsoren haben mir wegen bereits zugesagter Aktionen wegen der Flut in Asien abgesagt", sagt Vincents Mutter.
     
weitere Information zur Delfintherapie
 
Olaf Nolden