Fritz und Andersson ließen Kinderaugen bei "Handball hilft Helfen" - Training strahlen |
Strahlende Augen von insgesamt 12 Kindern und Jugendlichen ernteten die beiden THW-Torhüter Henning Fritz und Mattias Andersson am Donnerstag Abend. Sie hatten sich bereit erklärt, für das Aktionsbündnis "Handball hilft Helfen" ein Torwarttraining durchzuführen. Die Plätze hierfür wurde beim Internetauktionshaus "ebay" versteigert, der Erlös kam den schwerkranken Vincent und Ellert zugute, die auch mit Hilfe von "Handball hilft Helfen" an einer Delfintherapie auf Curaçao teilnehmen konnten.
Aufgeregt waren sie, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die zum Teil aus Hannover, Kassel und der Nähe von Stuttgart nach Kiel gekommen waren. "Nachdem wir den Zuschlag bekommen hatten, hat meine Tochter vor Freude geweint", erzählt ein Vater. Ähnliche Bilder gab es auch in den anderen Familien, nur ein junges Mädchen wusste noch nichts von ihrem Glück: Ihre Elten hatten ihr von einem Ausflug nach Kiel erzählt, von einem Torwarttraining mit dem Welthandballer und seinem kongenialen schwedischen Partner erfuhr sie erst innerhalb der Stadtgrenzen der Landeshauptstadt. |
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Das Tagesprogramm begann unterdessen weniger sportlich, zunächst stand eine Besichtigung des Handball-Tempels Ostseehalle auf dem Programm.
Staunend stand die Gruppe im weiten Rund der Halle, wunderte sich über den blauen Holzboden, auf dem der THW seine Heimspiele bestreitet. "Hier nach einem Sprungwurf zu landen, tut bestimmt weh", empfand eine junge Teilnehmerin bereits im Gedanken daran Schmerzen. Die einzige Enttäuschung des Tages erlebte die Gruppe dann beim Blick in die Kabine des THW Kiel. "Hier sieht es ja aus wie in unserer Sporthalle". Tja, wer auf goldene Spinde, Entmüdungsbecken und Namenszüge an jedem Platz gehofft hatte, sah nun in einen weißgestrichenen, kahlen Raum mit Holzbänken.
Den Kindern und Jugendlichen war dies jedoch schnell wieder egal, schließlich gab es zur Einstimmung auf das Training für jede und jeden eine kleine "Wundertüte" mit einem extra angefertigten T-Shirt, THW-Schlüsselband und aktueller Pressemappe. |
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Dann gings im Auto-Konvoi nach Russee zur Trainingshalle des THW. Minütlich stieg nun die Aufregung, ehe Fritz und Andersson die Halle betraten und jeden Besucher und Teilnehmer per Handschlag begrüßten. Zunächst schien den beiden THW-Torhütern die neue Rolle etwas fremd, doch nach einigen Aufwärmübungen waren sie voll in ihrem Element. In Zweiergruppen gaben die erfahrenen Torhüter ihren wiss- und lernbegierigen "Zöglingen" Tipps und Tricks zum Trainingsaufbau weiter, zeigten den jungen Torhüterinnen und Keepern wichtige Übungen zur Verbesserung der Koordination, Schnelligkeit und Konzentration.
Dabei kamen nicht nur die Bundesliga-Recken ins Schwitzen, gerötete Gesichter zeugten auch von dem Eifer, mit denen die jungen Menschen bei der Sache waren. "Es macht Spaß zu sehen, wie ehrgeizig und motiviert hier alle mitmachen", zeigte sich Fritz in einer kurzen Trainingspause begeistert, "schön wäre es natürlich, so eine Gruppe regelmäßiger zu sehen, aber dies lässt leider die Zeit nicht zu." Das ein oder andere Talent sei in dieser per Zufall zusammen gekommenen Trainingsgruppe schon dabei, gab der "Welthandballer des Jahres" noch schnell zu Protokoll, ehe er wieder in Richtung Trainingsfeld entschwand.
Nach gut anderthalb Stunden schweisstreibenden Trainings, die auch Vincent mit seiner Mutter Beate verfolgte, war noch ausreichend Zeit für Fragen an die beiden THW-Torhüter. Und natürlich wurden auch die zahlreichen Autogrammwünsche erfüllt: Die jungen Fans ließen sich Fritz' Buch "Halten und Siegen", T-Shirts, Bälle und Hefte unterschreiben. Dies übrigens auch von allen anderen THW-Stars, die nach und nach zum regulären Training eintrudelten. Dieses durfte dann auch noch angeschaut werden, ehe der ereignisreiche Tag mit wahrscheinlich hundemüden Akteuren ein ruhiges Ende nahm.
(Christian Robohm)
Zahlreiche Fotos kann man sich in einer Galerie bei kiel4kiel.de ansehen. |
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